Hanf. Back to the roots.

"Hanf? Ist das nicht diese illegale Droge die high macht?" Für viele ist Hanf immer noch ein Tabuthema. Aber steckt vielleicht mehr hinter dieser Pflanze als wir vermuten? Und kann sie doch viel mehr als nur die eigenen Sinne vernebeln?

Hanf und seine Wurzeln

Hanf - auch Cannabis genannt - ist eine Pflanzengattung der Hanfgewächse, zu denen unter anderem z.B. auch Hopfen gehört. Die Cannabis Pflanze ist eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt, die ihren Ursprung vermutlich in Kasachstan hatte.

Bereits vor tausenden von Jahren setzte man in China die Pflanze in unzähligen Bereichen ein und wertschätzte schon früh die Bestandteile von Hanf: Die Samen schmeckten gut, waren nahrhaft und die Stängel mit den Fasern sehr strapazierbar. Zwischen 300 v. Chr. & 200 n. Chr. verfasste der chinesische Urkaiser Shennong ein medizinisches Schriftstück, in dem er beschreibt, wie Hanf als Heilmittel gegen Rheuma, Malaria und andere gesundheitliche Beschwerden eingesetzt worden ist.

Die ältesten Funde in Deutschland wurden im Raum Eisenberg (Thüringen) vor ca. 5500 Jahren entdeckt.

Schon bald profitierte die Textil- und Bauindustrie vom NutzhanfDie alten Griechen und Ägypter trugen Kleidung aus Hanfgewebe; die mittelalterliche Langbogen Waffe verdankte seine robusten Sehnen den strapazierbaren Hanffasern. Ebendiese Hanffasern waren auch auf hoher See ein treuer Diener, denn die aus Hanf gefertigten Seile und Segeltücher waren widerstandsfähiger gegen Salzwasser und nahmen weniger Feuchtigkeit auf, als die aus Baumwollfasern gefertigten Tücher. 

Im 13. Jahrhundert fand man einen weiteren Einsatzbereich für Hanf: die Papierherstellung. Im Jahr 1455 druckte Gutenberg seine weltberühmte Gutenberg-Bibel auf Hanfpapier und selbst die amerikanische Unabhängigkeitserklärung befindet sich auf Hanfpapier. Kurz daraufhin baute auch George Washington, der erste amerikanische Präsident, großflächig Cannabis an.

Was ist denn eigentlich in Hanf drinnen?

Zu den Inhaltsstoffen, auch Cannabinoide genannt, gehört allen voran das Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD). THC ist ein psychoaktiver Wirkstoff, der berauschend wirkt und unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. CBD hingegen verursacht keine Sinneseinschränkungen und werden positive Wirkungen auf unseren Körper, Psyche und Wohlbefinden zugeschrieben.

Ist Cannabis und Marihuana das Gleiche?

Das Wort Cannabis bezieht sich auf die komplette Pflanze, wohingegen mit Marihuana nur die getrockneten Blüten und Blätter der weiblichen Hanfpflanze gemeint ist. Mit Nutzhanf hat Marihuana nicht mehr viel zu tun, da es ausschließlich für medizinische Zwecke verwendet und als Rauschmittel eingesetzt wird.

Welche Hanfprodukte gibt es?

Aber was ist jetzt mit dem medizinischen Nutzen?

Wie bereits erwähnt, diente früher Hanf in China als Heilmittel gegen Malaria und Rheuma. Aufgrund der Illegalisierung konnte die Cannabis Pflanze aber leider noch nicht gut genug erforscht werden, um offiziell einen medizinischen Nutzen festzustellen oder zu bestätigen. Dennoch wird dem Wirkstoff CBD nachgesagt, dass er entzündungshemmend, beruhigend, angstlösend, wirken kann. Aus diesem Grund werden Hanfsalben beispielsweise gegen verschiedene Hautirritationen und Verletzungen angewendet. 

Aber nicht nur der Wirkstoff CBD hat positive Eigenschaften, sondern auch die Hanfsamen. Sie enthalten alle essentiellen Aminosäuren und haben zudem einen hohen Anteil an Vitamin B1 & B2, Vitamin E, Calcium, Magnesium, Eisen und Kalium, sowie hochwertige Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren. Und obendrein schmecken sie nussig und eignen sich z.B. hervorragend für das morgendliche Müsli.

Aus den Hanfsamen wird auch Protein gewonnen. Unter Veganern und Sportlern ist es in Pulverform und als Hanfproteinriegel sehr beliebt. Zur Muskelentspannung bzw. -entkrampfung können CBD Cremes, wohltuende CBD Salzbäder oder auch CBD Öle beitragen.

... Oder wie wäre es vielleicht mit einer Tasse Hanftee, um nach einem anstrengenden Tag am Abend zu entspannen? 

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